Ein Beitrag des Konstanzer AfD-Kreisrats Michael M. Stauch.
Nach meiner Wahl zum zweiten Sprecher des AfD-Kreisverbandes Konstanz kündigte mir der Südkurier-Redakteur Benjamin Brumm ein Porträt über meine Ziele und Positionen an. Ich habe zugesagt und angeboten, alle Fragen schriftlich, zeitnah und ausführlich zu beantworten. So weit, so normal.
Noch bevor meine Antwort überhaupt bei ihm eingegangen war, schrieb derselbe Redakteur über einen privaten Messengerdienst unter dem Benutzernamen "fletcherchristian77" (seit eben neuer Benutzername "tucholskjamin) ein Mitglied meiner Familie an. Nicht zu meiner Politik. Nicht zu meiner Arbeit im Kreisvorstand oder im Kreistag. Sondern zu privaten Lebensumständen. Verbunden mit dem Angebot einer vertraulichen Kontaktaufnahme. Auskünfte hinter meinem Rücken also, während man mir gegenüber das freundliche Porträt spielt.
Ich nenne das beim Namen: Das sind Stasi-Methoden. Die Staatssicherheit nannte es damals Umfeldaufklärung und Abschöpfung, wenn sie hinter dem Rücken einer Zielperson deren Familie vertraulich aushorchte. Genau dieses Muster liegt hier vor. Wer öffentlich ein Porträt über politische Ziele ankündigt und gleichzeitig die Familie ins Visier nimmt, betreibt keine Recherche, sondern Bespitzelung. Das ist kein Journalismus. Das ist der Versuch, einen politischen Gegner über sein privates Umfeld anzugreifen, weil man ihm politisch offenbar nichts entgegenzusetzen hat.
Ich habe daraus die Konsequenz gezogen, den Kontakt zu Herrn Brumm unverzüglich zu beenden. Endgültig und ohne jede Gnade. Seine Fragen beantworte ich weder jetzt noch in Zukunft. Meine politische Arbeit liegt offen. Jeder Bürger darf sie prüfen und kritisieren. Meine Familie ist tabu.
Ein Blatt, das mit Stasi-Methoden arbeitet, hat jeden Anspruch verspielt, sich Wächter der Demokratie zu nennen. Die Bürger im Landkreis Konstanz haben ein Recht darauf zu erfahren, wie beim Südkurier gearbeitet wird. Deshalb mache ich diesen Vorgang öffentlich.


